Projekt Stargate
SEPPmail und HIN
HIN erneuert sein Mailgateway. Das ist Ihre Chance, sich alle Optionen offenzuhalten.
Mit dem Projekt Stargate ersetzt HIN das bisherige HIN Mailgateway durch eine neu entwickelte Lösung. Für Sie als Betreiber eines HIN MGW heißt das: Sie müssen migrieren. Die gute Nachricht: Ihr HIN Mailgateway ist technisch bereits eine SEPPmail-Appliance. Eine neue Lizenz genügt, und Sie schalten den vollen Funktionsumfang frei. Ihr Mailflow bleibt unverändert, der Schritt ist jederzeit umkehrbar.
Auf dieser Seite erfahren Sie, was sich ändert, welche drei Wege Ihnen offenstehen und welchen wir empfehlen.
Was sich ändert
HIN hat angekündigt, das bisherige HIN Mailgateway (HIN MGW) durch eine eigenentwickelte Lösung mit dem Codenamen Stargate abzulösen. Vermarktet wird sie als HIN Gateway. Die Pilotphase läuft seit Anfang 2026, die vollständige Ablösung ist bis Ende 2026 für Spitäler und bis 2027 für Praxen geplant.
Drei Dinge sollten Sie dabei wissen:
Es ist kein Eins-zu-eins-Ersatz, sondern ein Architekturwechsel. Das neue HIN Gateway basiert auf einer cloud-nativen Microservice-Architektur mit neuen Technologien (KERI, Self-Sovereign Identity, Wireguard-Transport statt SMTP). Für Kunden mit eigenem MGW ist eine aktive Mitwirkung erforderlich.
Die Software ist jung. Praxiserfahrung im breiten Produktivbetrieb entsteht gerade erst. Das ist der normale Reifeprozess jeder neuen Infrastruktur.
Ihre heutige Technik stammt von SEPPmail. Das HIN MGW basiert seit über fünfzehn Jahren auf der Domainverschlüsselungs-Technologie von SEPPmail. Es ist technisch eine SEPPmail-Appliance, deren Funktionsumfang lizenzseitig auf die HIN-spezifische Domainverschlüsselung beschränkt ist.
Wenn HIN Ihren bestehenden MGW ablöst, stehen Ihnen drei Wege offen. Wir erklären transparent die Unterschiede und teilen unsere Empfehlung.
| Weg A: Neues HIN Gateway | Weg B: SEPPmail-Appliance mit HIN Connector | Weg C: SEPPmail.cloud mit HIN Connector | |
|---|---|---|---|
| Was passiert | Sie ersetzen Ihren MGW durch eine Stargate-Instanz | Ihre bestehende Appliance erhält eine neue Lizenz, die Funktionssperre entfällt | Sie geben die eigene Appliance auf und beziehen alles als Managed Service |
| Mailflow | Neuer Mailflow, Architekturwechsel | Bleibt unverändert | Wechsel in die Cloud |
| Reifegrad | Neue Software, Felderfahrung entsteht erst | Über zwanzig Jahre Produktionsreife | Über zwanzig Jahre Produktionsreife, als Service betrieben |
| Reversibilität | Gebunden an den HIN-Architekturpfad | Jederzeit rückgängig machbar | Rückweg über Appliance möglich |
| Reichweite | HIN-Netzwerk | HIN-Netzwerk plus rund 13'000 Domänen der SEPPmail Domain Encryption | Wie Weg B, inklusive Antispam und Filterung |
| Passt, wenn... | Sie strikt dem HIN-Migrationsplan folgen wollen und keine Anforderungen außerhalb der HIN-Welt haben | Sie Ihren laufenden Mailflow schützen und sich alle Optionen offenhalten wollen | Sie Ihr Mailhosting ohnehin cloud-basiert betreiben, etwa mit Microsoft 365 |
Wichtig für Ihre Einordnung: Alle drei Wege sind mit der HIN-Strategie kompatibel. HIN hat explizit bestätigt, dass der HIN Connector weiterhin die sichere, systemübergreifende E-Mail-Kommunikation zwischen SEPPmail-Appliances ermöglicht, innerhalb wie außerhalb der HIN Community, und künftig von beiden Partnern gemeinsam auf Basis der neuen HIN-Technologie weiterentwickelt wird. Diesen Weg gehen heute bereits über 20 % der HIN-Kunden, darunter Helvetia, Swiss Life und die Mobiliar.
Wir empfehlen den meisten Betreibern eines HIN MGW den Weg B. Nicht, weil er unserer ist, sondern weil er als einziger drei Dinge gleichzeitig bietet: einen unveränderten Mailflow, volle Reversibilität und sofortigen Zugewinn an Reichweite. Und er lässt sich in zwei klar getrennte Phasen aufteilen.
Phase 1, heute: Lizenz wechseln, Mailflow unverändert lassen
Ihr HIN MGW erhält eine neue Lizenz und wird damit zur vollwertigen SEPPmail-Appliance. Hardware oder virtuelles Image bleiben identisch, es ist ohnehin dieselbe Technologie. Solange Sie keine Einstellungen anpassen, verhält sich die Appliance exakt wie zuvor. Für Ihre Endanwender ändert sich nichts.
Was Sie ab sofort dazugewinnen:
- Automatische Verschlüsselung mit rund 13’000 Domänen der SEPPmail Domain Encryption, zusätzlich zur HIN-Welt: Versicherungen, Gemeinden, Kantone, Behörden, Banken, Industrie, Anwaltskanzleien. Die Appliance entscheidet pro Empfänger selbst, ob über das HIN-Netzwerk oder über die Domain Encryption verschlüsselt wird.
- Offene Standards: S/MIME und PGP für Partner ohne HIN-Anschluss, bei Bedarf zuschaltbar.
- GINA-Spontanverschlüsselung an beliebige Empfänger, bei Bedarf zuschaltbar.
- Sämtliche HIN-Services bleiben eins zu eins nutzbar, inklusive HIN SEAL. Es gehen keine Funktionen verloren, der HIN-Plattformanschluss bleibt bestehen.
Aufwand: minimal. Risiko: minimal. Über den SEPPmail-Support jederzeit umkehrbar.
Phase 2, später: Das neue HIN Gateway parallel dazustellen
Sobald das neue HIN Gateway in der Breite produktiv läuft und ausreichend Praxiserfahrung vorliegt, stellen Sie bei Bedarf eine Stargate-Instanz parallel zu Ihrer SEPPmail-Appliance. Sie übernimmt ausschliesslich den neuen Verkehr zwischen HIN Gateways. Ihr bestehender Mailflow bleibt auch hier unangetastet, die SEPPmail-Appliance bedient weiterhin alle übrigen Verschlüsselungsformen.
Aufwand: moderat. Risiko: gering. Zeitpunkt: wann es für Sie passt.
Es braucht nur eine neue Lizenz. Hardware beziehungsweise virtuelles Image bleiben identisch. Mit der neuen Lizenz wird der volle SEPPmail-Funktionsumfang freigeschaltet. Solange Sie keine der neu verfügbaren Einstellungen ändern, verhält sich die Appliance exakt wie zuvor. Der SEPPmail-Support begleitet den Vorgang, ein Rollback ist jederzeit möglich.
Ja, solange Sie mit Partnern kommunizieren, die weiterhin einen HIN MGW oder ein HIN Gateway einsetzen. Bereits heute sind über 20 % der HIN-Domänen zusätzlich über die SEPPmail Domain Encryption erreichbar, Tendenz steigend. Im GUI Ihrer SEPPmail sehen Sie automatisch, welche Zieldomänen auch per Domain Encryption erreichbar wären.
Ja. Sämtliche HIN-Services bleiben nach der Umwandlung uneingeschränkt nutzbar. Optional können Sie zusätzlich die SEPPmail-eigene GINA-Verschlüsselung oder Incamail für die sichere Kommunikation mit Dritten einsetzen.
Die Domainverschlüsselung ist in der Basislizenz einer SEPPmail enthalten, der HIN Connector wird einmalig aktiviert. Erweiterte Module wie S/MIME für Drittparteien, GINA oder Large File Transfer lizenzieren Sie nur bei Nutzung. Da die Wartung für den HIN MGW entfällt und nur ein System betrieben wird, sind die Gesamtkosten vergleichbar.
Weg A bedeutet einen Architekturwechsel auf eine junge Software, deren Betrieb in der Breite gerade erst anläuft. Weg B nutzt eine Plattform mit über zwanzig Jahren Produktionsreife und lässt Ihren Mailflow zunächst unangetastet. Sie verlieren keine Funktionalität und können das neue HIN Gateway später jederzeit parallel dazustellen.
Dann ist die SEPPmail.cloud mit HIN Connector Ihr Weg. Sie erhalten dieselben Funktionen als Managed Service, inklusive Antispam, und behalten den HIN-Anschluss. Besonders geeignet, wenn Sie bereits Microsoft 365 oder einen anderen Cloud-Maildienst einsetzen.
Nächster Schritt
Jede HIN-Organisation hat eine eigene Ausgangslage: Verbreitung von HIN SEAL, Anteil interner und externer Kommunikation, Cloud-Strategie. In einem kurzen Gespräch ordnen wir Ihre Situation ein und zeigen, welcher Weg und welche Phasen für Sie konkret Sinn ergeben.
Diese Seite ist informativ und ersetzt keine vertragliche Beratung. Quellen: Pressemitteilung HIN und SEPPmail 2026, support.hin.ch (Stand 02/2026), hin.ch, interne Dokumentation SEPPmail.